Herstellung einer Holzmaske

Hier am Beispiel einer Perchtenmaske, die, durch das Einsetzen von Hörnern und Zähnen, natürlich arbeitsintensiver ist als eine reine Holzmaske. Die folgende Beschreibung und die dargestellten Arbeitschritte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen nur einen groben Überblick über den Prozeß ermöglichen.

Der Lindenblock wird zuerst grob mit dem Beil geformt, dann mit Schnitzeisen weiter in Form gebracht. Wenn sich die Form nicht mehr wesentlich ändert, kann man beginnen, die Rückseite auszuhöhlen; dies geschieht grob mit einem runden Dechsel ( Eine Art von Beil), und dann mit gekröpften Hohleisen. In diesem Stadium höhlt man bis auf eine Wandstärke von 1,5 -2cm aus, die Klopfarbeit von hinten ist nun beendet.

Nun wird die Außenseite mit Schnitzeisen und -messern in ihre endgültige Form gebracht. Anschließend werden mit passenden Schnitzeisen die Löcher für Augen und Nase ( manchmal auch Mund) bis zum Durchbruch ausgestochen, und von Hinten um die Löcher bis zur passenden Wandstärke weiter ausgehöhlt ( bei den Augen max 5mm). Von diesen Durchbrüchen ausgehend, höhlt man weiter die Rückseite aus, bis überall eine Wandstärke von maximal 1cm erreicht ist. Hier bei meiner Perchtenmaske, habe ich gleichzeitig mit Augen und Nasenlöchern die Durchbrüche für die Hörner und Zähne geschaffen, wobei hier eine möglichst große Wandstärke erhalten bleiben sollte, um eine möglichst starkeVerleimung der Hölzer zu erzielen, auf die dann Hörner und Zähne gesteckt werden

Die Fassung (Bemalung) beginnt mit den Kreidegrund, der in mehreren Schichten aufgetragen und immer wieder zwischengeschliffen wird. kleine Unebenheiten oder Fehlstellen können hiermit noch gut ausgeglichen werden. Dann folgen ein bis zwei Auftäge Kaseinfarbe, mit der auch Höhen und Tiefen noch etwas ausmodelliert werden können. Darauf kommen mehrere Schichten Ölfarbe, die schöne Verläufe ermöglicht, und die Maskenoberfläche vor Feuchtigkeit schützt.

Als Letztes werden Haare etc. angebracht, und die Maskengummis eingefädelt ( am besten eignen sich zerschnittene Motorradschläuche), oder bei schweren Masken Lederriemen angebracht.

Holzklotz für Maske
Maske mit Beil angehauen
Maske mit Dechsel grob ausgehölt Außenform schnitzen
Durchbrüche und Zähne einsetzen Maske feinschnitzen und Hörner einsetzen
Kreidegrund Imprimitur - Kaseinfarbe
Ölfarbe (fast) fertige Maske

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